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Blumen zum Gedenken

Mitglieder unserer Fraktion legten Blumen zum Gedenken an die Opfer des Überfalls auf Polen vor 70 Jahren nieder.
Schüler der Manfred-von-Ardenne-Schule aus Hohenschönhausen haben die Grabsteine auf der Ehrenanlage des Friedhofs in Pflege genommen.

02.09.2009

Weltfriedenstag: Blumen zum Gedenken

Blumen zum Gedenken an die Opfer des Überfalls auf Polen vor 70 Jahren legten Mitglieder unserer Fraktion am 1.September auf dem St. Hedwigs Friedhof Konrad-Wolf-Straße 31/32 in Hohenschönhausen nieder. Sie waren Teilnehmer eines öffentlichen Gedenkens, zu dem das Bezirksamt Lichtenberg, die VVN-BdA – Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund Deutscher Antifaschisten - und der Verein „Zivilcourage vereint e.V." am Weltfriedenstag eingeladen hatten.

Herrn Konsul Mariusz Skórko, Leiter der Konsularabteilung der Botschaft der Republik Polen in Berlin, Dr. Gesine Lötzsch (MdB), Vorsitzende des Vereins „Zivilcourage vereint e. V.“, Christina Emmrich, Bezirksbürgermeisterin, Erika Rathmann, VVN-BdA Lichtenberg, und Herr Leutner, Initiator für den Erhalt der Gedenkstätten des Krieges und des Martyriums fanden Worte des Gedenkens. Es musizierte Burkhard Schmidt von der Schostakowitsch Musikschule Lichtenberg.
Schüler der Manfred-von-Ardenne-Schule aus Hohenschönhausen haben die Grabsteine auf der Ehrenanlage des Friedhofs in Pflege genommen.
 
Auf dem Friedhof befinden sich mehr als 200 Gräber polnischer Zwangsarbeiter, darunter auch die vieler Kinder und Jugendlicher. In über 100 Lagern in Lichtenberg verteilt, waren noch im Januar 1944 vor allem aus Osteuropa verschleppte 19.000 Frauen, Männer und auch Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen untergebracht und zur Arbeit in der Kriegswirtschaft gezwungen. Durch schwere Arbeit, ständige Mangelernährung, entwürdigende Lebensbedingungen und schutzlos den Bombenangriffen ausgeliefert, hatten sie nur geringe Überlebenschancen.