27.06.2011

Am 24 . Juni 2011 erhielt die Volkshochschule Lichtenberg in der Paul-Junius-Straße 71, 10367 Berlin, den Namen der Schriftstellerin, Schauspielerin und Brecht-Mitarbeiterin Margarete Steffin. Das Geburtshaus von Margarete Steffin steht in der Geusenstraße 12. Hier wurde am 4. Juni aus Anlass ihres 70.Todestages eine Gedenktafel eingeweiht.
„Die Lichtenberger Volkshochschule ist eine vorzüglich geeignete Weiterbildungsstätte, diesen Namen zu tragen“, sagt Katrin Framke, Bezirksstadträtin für Kultur und Bürgerdienste (DIE LINKE) bei der Eröffnung. „Nicht nur dass Margarete Steffin im Gebiet des heutigen Lichtenbergs geboren und herangewachsen ist,“ so die Stadträtin, „prädestiniert den Bezirk zu dieser Art Ehrung. Die hoch begabte Steffin zählte als Tochter eines Kutschers nicht zu den bevorzugt gestellten Menschen ihrer Zeit. In Abendstudium und selbstständiger Weiterbildung erwarb sie sich jedoch all die Kenntnisse, mit denen sie großen künstlerischen Einfluss auf Brecht und dessen Werk nehmen konnte“.
Prof. Jürgen Hofmann, Vorsitzender des Kulturausschusses und Mitglied unserer Fraktion, erinnerte in seinem Festvortrag an die lange Tradition der Volkshochschule, die bereits im Jahr 1919 gegründet wurde. Anschließend zeichnete er den Lebensweg von Margarete Steffin nach, um abschließend festzustellen:
"Ich beglückwünsche die Volkshochschule Lichtenberg zu diesem Namen. Es ist der Name einer außergewöhnlichen Frau, mit außergewöhnlichen Talenten, die ihre Wurzeln im Bezirk Lichtenberg hatte. In Margarete Steffin hat die Volkshochschule Lichtenberg eine Namenspatronin, deren viel zu kurzer Lebensweg beispielhaft für selbstbewusstes Streben nach Bildung steht. Für dieses Streben die Möglichkeiten und Fachkompetenz bereit zu halten, ist und bleibt Kernausgabe der Volkshochschulen."