02.09.2011
Erste öffentliche Debatte zum Masterplan Tierpark 2020

Wie es mit dem „Masterplan Tierpark 2020+“, der dem Senat und dem Abgeordnetenhaus kürzlich von der Geschäftsführung des Tierparks unterbreitet worden ist, weitergehen kann, das berieten zu Wochenbeginn (29.08.2011) über 50 Bürgerinnen und Bürger sowie Bezirksverordnete in einer Podiumsdiskussion im Lichtenberger Rathaus. Wirtschaftsstadtrat Dr. Andreas Prüfer moderierte die Debatte, zu der sich Senatorin Katrin Lompscher, Staatsekretärin Iris Spranger und Gabriele Thöne, kaufmännischer Vorstand der Zoo AG und Geschäftsführerin des Tierparks bereiterklärt hatten. Mit dem von der LINKEN. initiierten BVV-Beschluss „Ohne Wenn und Aber - ja zur Perspektive von Tierpark und Zoo“ (Anhang DS/1931/VI) war vom Bezirksamt die Mitsprache der Besucherinnen und Besucher des Tierparks ermöglicht worden - u.a. über ein Internet-Forum und lokale Medien.
Berlin ohne Tierpark ist wie die Spree ohne Wasser! Mit diesem Grundtenor, so Moderator Dr. Prüfer, verdeutlichten die Teilnehmer des Forums, wie sehr ihnen die Zukunft dieser einzigartigen Anlage am Herzen liegt. Prüfer: „Ein klares, mit dem ZOO abgestimmtes und dem Tierschutz verpflichtetes zoologisches und botanisches Konzept, gute Gastronomie und bester Service gehören ebenso zum Tierpark wie ein überzeugendes Mobilitätskonzept innerhalb der Anlage und auf den Wegen in den Park. Der Masterplan ist dafür ein wichtiger Meilenstein, aber nicht das Ende der Diskussion“.
Der Masterplan 2020+ sieht für den Tierpark notwendige Investitionen von 60 Mio. € vor. Die Senatsverwaltung für Finanzen betrachtet diese Größenordnung als zu ambitioniert.
Dazu stellt für DIE LINKE Fraktionsvorsitzender Christian Petermann fest: „Einen Tierpark zum Nulltarif wird es nicht geben. Wir wollen, dass er durch einen kräftigen Investitionsschub deutlich an Attraktivität gewinnt. Dies wird zu höheren Besucherzahlen und damit auch zu höheren Einnahmen führen. Egal welcher Senat nach dem Wahltag gebildet wird, wir werden darauf drängen, dass das Land Berlin seiner Verantwortung für den Tierpark gerecht wird.“