
Ich bin 27 Jahre alt und Student der Humboldt-Universität im Fach Zentralasienwissenschaften. Aufgewachsen in Prenzlau, der Kreisstadt des größten Landkreises Deutschlands, bewegte ich mich von frühesten Kindertagen an in einem linksorientierten Milieu, das durch den idealen Geist von KommunistInnen der ersten Stunde und aktiven SozialistInnen der ehemaligen DDR geprägt wurde. Der Gegenentwurf zum kapitalistischen Wirtschaftssystem stellt für mich entgegen aller Delegitimierungsversuche weiterhin einen grundlegenden Referenzpunkt dar. Angesichts zunehmender ökonomischer und sozialer Probleme, ohne die sich anbahnende Klimakatastrophe zu vergessen, bin ich der Meinung, die Ergebnisse von 40 Jahren DDR als ein historischer Fakt nicht nur nach dem Verurteilenswerten, sondern den zukunftsweisenden Errungenschaften zu sortieren. Ich stelle mir die Frage, inwieweit und für welche Bereiche wir uns an planwirtschaftlichen Steuerungselementen reorientieren könnten und in welchen Sektoren auf Marktmechanismen bewusst gesetzt werden sollte. Seit zwei Jahren schreibe ich als verantwortlicher Redakteur in der Zeitung des uckermärkischen Kreisverbandes „LINKSrUM“. Schrittweise verstehe ich, dass sich gesellschaftliche Auseinandersetzungen nur zum Teil an den „großen“ Ideen festmachen lassen. Die Leute schlagen sich mit einer ganzen Reihe von Alltagsproblemen herum. Die will ich genauso thematisieren wie mich in Überlegungen zu ökonomischen und gesellschaftlichen Grundpositionen unserer Partei DIE LINKE einbringen. In der Vorstandsarbeit des Bezirksvorstandes Lichtenberg werde ich mich um die inhaltliche Weiterentwicklung unseres Internetauftritts stark machen und gemeinsam mit den BOen die Aktivitäten unserer Mitglieder an der Basis einer breiten LeserInnenschaft auch über das Medium Internet eröffnen.