
Willst Du für ein Jahr vorausplanen, so baue Reis.
Willst Du für ein Jahrzehnt vorausplanen, so pflanze Bäume.
Willst Du für ein Jahrhundert planen, so bilde Menschen.
(Tschuang-Tse)
Kinder und Bildung, Eltern und Familie – lassen sich nicht voneinander trennen und sind als Ganzes zu sehen. Es wird ständig versucht jedes im Einzelnen zu verändern, was aber im Vorfeld bereits scheitert bzw. noch mehr Probleme aufwirft. Die Aktivitäten zur Veränderung unseres Bildungssystems für alle Kinder, egal welcher Nationalität oder Herkunft und welcher Familienzugehörigkeit sie sind, ist immer wieder neu zu aktualisieren. Stagnation darf es in der Bildungspolitik nicht geben. Vorurteile und Voreingenommenheit sind abzubauen und der Prozess der ständigen Erneuerung ist Wegbegleiter. Voraussetzung für alle Veränderungen im Rahmen der Bildung ist ein Umdenken im Ganzen und es sind alle Verantwortlichen mit einzubeziehen. Egal welche Veränderungen im Bildungsprozess es auch sind, ob Vergleichsarbeiten, Zentralabitur, die Gemeinschaftsschule oder gleiche Schulsysteme, gleiche Schulbücher mit einem einheitlichen Lehrplan für alle Bundesländer, lassen sich nur durchführen, wenn alle an diesem Prozess Beteiligten mit einbezogen werden. Ein erster Schritt in diese Richtung sind einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung. Wir stehen erst am Anfang bei unseren Veränderungen, aber warum kann unser Bezirk Lichtenberg nicht genauso wie beim Bürgerhaushalt Vorreiter / Vorbild für eine neue Bildungspolitik sein? Eingehen auf die Probleme, Sorgen und Anliegen der Eltern und Kinder in Zusammenarbeit mit den Lehrern und Erziehern gehört für mich mit zu den wichtigsten Arbeiten bei den Veränderungen in der Bildungspolitik.
Frau Weitling ist Mutter von zwei Kindern und arbeitet seit über 16 Jahren aktiv in fast allen schulischen Gremien auf Bezirks- und Landesebene mit. Sie ist Bürgerdeputierte im Bildungsausschuss im Bezirk Lichtenberg und Vorstandssprecherin in der LAG Bildung.