Die medienpolitische Sprecherin Dr. Gabriele Hiller erklärt:
Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat angekündigt, die Rundfunkgebühren als Rundfunkbeitrag bei 17,98 Euro im Monat zu halten. Diese Meldung ist für die große Mehrheit eine guter Vorschlag: Erstmals seit 43 Jahren soll es keine Gebührenerhöhung geben. Aber: Andere zahlen dafür den Preis:
Mit dem letzten Gebührenstaatsvertrag aus dem Jahre 2008 gaben die Ministerpräsidenten zu Protokoll, dass sie erwarten, »dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Bereich Film- und Fernsehproduktionen Unternehmen sowie Urhebern und Leistungsschutzberechtigten ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung der Verwertungsrechte gewähren soll«. Sie wollten die Vielzahl und die Vielfalt in Medienlandschaft stärken.
Leider hat sich für die Mehrzahl der klein- und mittelständischen Unternehmen bis heute keine Verbesserung ergeben. ARD und ZDF diktieren ihnen die Preise, verlangen mehr Verwertungsrechte, ohne diese entsprechend zusätzlich zu vergüten. Und so wird deutlich: Sozial Schwache sowie die kleinen und mittleren Rundfunkproduzenten sind die Verlierer der aktuellen Medienpolitik.