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1. Februar 2018 Linksfraktion in der BVV

Anträge der Linksfraktion für die BVV-Lichtenberg am 15.02.18

Bauliche Instandsetzung der Lichtenberger Gartenarbeitsschule
Die Gartenarbeitsschule Lichtenberg (Trautenauer Straße 40, 10318 Berlin) ist ein Ort, an dem Natur für Lichtenberger Kinder und Jugendliche in ganz besonderer Weise erfahrbar wird. Die Gartenarbeitsschule macht zahlreiche Angebote für Schüler/innen aller Altersgruppen mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche wieder stärker an die Natur unter Großstadtbedingungen heranzuführen.
Eine bauliche Instandsetzung fand auf dem Gelände der Gartenarbeitsschule seit zu vielen Jahren nicht statt. Die derzeitigen baulichen Gegebenheiten vor Ort machen eine nachhaltige und wirkungsvolle Bildungsarbeit kaum mehr möglich. Die Mitarbeiter vor Ort arbeiten förmlich in einem ruinösen Gebäude. Die Gartenarbeitsschule am Standort Trautenauer Straße feiert in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Um die herausragende Bildungsarbeit auch zukünftig zu ermöglichen, ist es unerlässlich, die Gartenarbeitsschule als Investitionsvorhaben zeitnah umzusetzen.

Umsetzung von touristischen Maßnahmen im Lichtenberger Teil des Regionalparks „Barnimer Feldmark“
Das Bezirksamt wird ersucht, für die weitere Gestaltung des Lichtenberger Teils des Regionalparks „Barnimer Feldmark“ und damit für eine bessere touristische Erschließung folgende Maßnahmen, gegebenenfalls gemeinsam mit dem Regionalparkverein, umzusetzen:
Die inzwischen benannten Wege in der Wartenberger und Falkenberger Feldmark zu beschildern.
Auch im Landschaftspark an 3 bis 5 markanten Stellen Wegweiser des Knotenradwegesystems des Regionalparks (http://www.barnimerland.de/de/radfahren/radtouren/artikel-das-knotenpunktsystem.html) aufzustellen und damit eine Anbindung des Lichtenberger und Berliner Radwegenetzes an das Radwegenetz des Regionalparks zu ermöglichen.
In Zusammenarbeit mit dem Regionalparkverein an 3 Orten am Eingang zum Landschaftspark Infotafeln entsprechend dem System der „Dreiseitigen Infotafeln Barnim“ (siehe Fotobeispiel Mehrow ) aufzustellen um touristisch Interessierten Informationen und Orientierung zu geben.

Kinder- und Jugendbeteiligung bei Auswahlverfahren „Kunst am Bau“
Das Bezirksamt wird ersucht in den künftigen Auswahlverfahren „Kunst am Bau“ insbesondere bei Gebäuden, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, diese zu beteiligen und dafür ein geeignetes Verfahren zu entwickeln.
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen erfährt zunehmend Bedeutung auch an Stadtentwicklungsprozessen. Frühzeitig sollen junge Menschen Verantwortung für sich und andere übernehmen sowie aktiv ihren Sozialraum mitgestalten. Eine umfassende Bürger*innenbeteiligung heisst auch eine aktive Einbeziehung von Wünschen, Ideen und Themen unserer Kinder und Jugendlichen.

Eichhörnchen und andere Tiere vor dem Ertrinken retten
Das Bezirksamt wird ersucht, auf dem Zentralfriedhof in die dortigen Wasserbecken jeweils eine Ausstiegshilfe für Kleinsäuger und Jungvögel zu stellen (z.B. Holzstamm). Ebenso ist jeweils ein Hinweisschild anzubringen, dass es sich um eine Ausstiegshilfe für die genannten Tiere handelt, da die Tiere aus eigener Kraft die Wasserbecken nicht verlassen können - damit eifrige Friedhofsbesucher die Ausstiegshilfe aus Unwissenheit nicht wieder entfernen.
Auf dem Zentralfriedhof gibt es Wasserbecken, aus denen die Tiere trinken und dann aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Dies liegt auch an den senkrechten Innenwänden der Wasserbecken. Die Tiere ertrinken nach qualvollem Todeskampf. Wenn ein Muttertier im Becken ertrinkt, stirbt der Wurf im Nest ebenfalls. Die vorgeschlagene Lösung ist finanziell günstig. Sie lässt sich schnell realisieren, damit Tiere im Bezirk nicht grundlos sterben. Auch aus hygienischer Sicht ist schnelles Handeln notwendig.