Abkühlung gefällig? – Warum der Hitzeschutz nicht vernachlässigt werden darf!
Die Hitze traf den Bezirk nach den regnerischen Wochen mit voller Wucht – und schlug ein mit Temperaturen über 30°C. Das Thema Hitzeschutz spielt für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Lichtenbergerinnen und Lichtenberger eine große Rolle. Deshalb haben wir als Linksfraktion in der BVV im Juli noch einmal mit mehreren Anträgen darauf aufmerksam gemacht. Es braucht konkrete Maßnahmen zur Prävention und zur akuten Hilfe an heißen Tagen. Ein bewährtes Instrument sind die Trinkbrunnen, welche überall im Bezirk den ganzen Sommer lang frisches Wasser bieten. Ein Ort, wo diese dringend benötigt werden, ist die Skateanlage im Fennpfuhlpark. Hier sind Kinder und Jugendliche sportlich aktiv und dringend auf eine Erfrischung angewiesen. Unser Antrag zielt darauf ab, dort einen Trinkbrunnen zu errichten und wurde in der BVV mehrheitlich angenommen. Nun muss die CDU-Stadträtin aktiv werden!
Ein weiteres Projekt, welches sogar berlinweit Vorbildfunktion hätte, sind sogenannte Sprühnebelsysteme. Sie kommen in vielen europäischen Großstädten zum Einsatz und sorgen nachweislich für Abkühlung bei der Bevölkerung. Das System ist einfach: Durch Zerstäubung werden kleine Wasserblasen durch eine Düse gepresst und sorgen durch Verdunstung für eine spürbare Abkühlung der Umgebung. In Großstädten ein Muss, finden wir. Deswegen haben wir das Bezirksamt ersucht, dies umzusetzen und somit ein klares Zeichen für einen wirkungsvollen Hitzeschutz zu setzen.
Darüber hinaus bedarf es aber noch mehr, um die Lichtenbergerinnen und Lichtenberger an heißen Tagen zu schützen. Insbesondere die vulnerablen Gruppen müssen speziell unterstützt werden. Dazu gehören Seniorinnen und Senioren, Schwangere, kleine Kinder, Obdachlose und Menschen mit Beruf im Freien. Gerade bei neuen städtebaulichen Projekten muss die Infrastruktur im Sinne des Gesundheitsschutzes mitbedacht werden. So wird es auch in Zukunft notwendiger sein, Hitzehotspots zu vermeiden und für grüne Oasen und nachhaltige Nutzung von Wohngebäuden zu sorgen. Außerdem muss im Notfall auch die ärztliche Versorgung funktionieren. Bereits jetzt stoßen wir in Lichtenberg aber an unsere Grenzen, da im ganzen Bezirk Hausärztinnen und Hausärzte fehlen. Dies sind nur zwei Beispiele, wie es in Zukunft besser laufen muss.
Wie wir in Lichtenberg bei diesem Thema vorankommen, wird sich zeigen. Es ist nicht zuletzt auch politischer Wille, mit dem das erfolgreiche Erarbeiten von Hitzeschutzkonzepten zusammenhängt.
