Frischer Wind und neue Ideen
Martin Bober ist einer der jungen Genossen, die frischen Wind und neue Ideen in die Linkspartei einbringen. Martin ist erst seit einem Jahr dabei, doch voller Energie. Mit der Linken hatte er schon länger sympathisiert, auch mal mit den Piraten geliebäugelt. Er will etwas gegen die nach rechts kippende Gesellschaft unternehmen. Dazu gehört der zunehmend menschenverachtende Umgang mit den Geflüchteten, der ihn zutiefst besorgt. Ihm lag sehr viel daran, dass der Lichtenberger Wahlkreis bei der Bundestagswahl 2025 der Linken erhalten bleibt und die Partei mit Fraktionsstärke in den Bundestag einzieht. Dass es letztendlich der Linken mit einem phänomenalen Ergebnis gelang, ist den vielen jungen Leuten wie Martin zu verdanken. Er war im Wahlkampf bei den Haustürgesprächen und Wahlständen dabei.
Martin wurde 1985 in Dresden geboren. Die Familie zog ein Jahr später nach Berlin-Friedrichshain. Seine Eltern arbeiteten als Ingenieure bei Narva und verloren nach dem Anschluss an die Bundesrepublik ihre Arbeit. Die folgende Selbständigkeit brachte viele Probleme, die auch für die Familie an die Substanz gingen. Nach dem Abitur studierte Martin von 2005 bis 2011 an der TU Dresden Elektrotechnik. Einige Jahre nach dem Studium arbeitete er in der Autoindustrie als Softwareentwickler. Heute erarbeitet er im gleichen Beruf Sicherheitstechnik für die Industrieelektronik. Dazu gehören Einrichtungen, die Leben retten können, z.B. Absicherungen durch den Einbau von Lichtschranken. Freiberuflich gestaltet er Websites. Er lebt mit seiner Frau, einer Versicherungsangestellten, in Karlshorst.
Martins Stärke sind die sozialen Medien. Er produziert für die Linke Videos auf Instagram. Schon frühzeitig noch in der Schülerband, wo er Keyboard und Bassgitarre spielte, hat er CD’s produziert, Videoschnitt gemacht und sich mit dem Ton beschäftigt. Es fasziniert ihn auch die 3D Animation. Für Karlshorst hat er eine Animation entwickelt, die zeigt, wie die Trabrennbahn aussehen wird, wenn die umstrittene Bebauung Wirklichkeit werden sollte. Zusammen mit anderen Genossinnen und Genossen erarbeitet er Podcasts. Zwei Folgen gibt es bereits online https://linkenberg-podcast.de/ In einer Folge erzählen junge Leute, wie sie zur Linkspartei gekommen sind, in der anderen räumen sie mit Vorurteilen auf, die sich um die Linkspartei ranken. Es ist für Lichtenberg ein großer Gewinn, dass Martin nun auch die Website der Partei betreut. Ihm war aufgefallen, dass Infostände oder Aktionen, oft nicht als Termine für interessierte Bürger angekündigt wurden. Mittlerweile ist der Prozess folgender: Wer eine Veranstaltung organisiert, schreibt eine kurze E-Mail mit den Eckdaten an webseite@die-linke-lichtenberg.de.
Ein voller Erfolg, so berichtet Martin, war die diesjährige Walpurgisnacht mit „Hexentanz“ in der Havanna-Bar, die den bisherigen Tanz in den Mai abgelöst hat. Zusammen mit anderen war er an der Organisation beteiligt. Beim Tanz gab es auch ein Awareness-Team, um für alle Besucher ein sicheres Umfeld zu schaffen. Die Basisarbeit macht Martin Spaß. Er bringt sich in AG’s ein. Neben Social Media ist er in einer AG, die ein linkes Männlichkeitsbild entwickeln will. Für die Berlin-Wahlen im nächsten Jahr will Martin für die Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung kandidieren. Als Schwerpunkte kann er sich die Themengebiete Verkehr, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Finanzen vorstellen. Erste Reden hat er bereits auf der Hauptversammlung und auf dem Landesparteitag gehalten.
