Gegen häusliche Gewalt: Dringende Maßnahmen für Lichtenberg
Die aktuelle Lage ist besorgniserregend: Die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt nimmt weiter zu, während viele Träger und Einrichtungen bereits stark überlastet sind. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die auf Schutz und Hilfe angewiesen sind. Sie benötigen verlässliche Strukturen und sichere Anlaufstellen.
Mit einem Antrag im Ausschuss für Vielfalt, Gleichstellung, Inklusion und Bürger:innenbeteiligung (VGIB) haben wir als Linke das Bezirksamt Lichtenberg ersucht, eine eigenständige Fachberatungsstelle gegen häusliche Gewalt schnellstmöglich einzurichten. Diese soll ortsunabhängig konzipiert und langfristig in die Arbeit des geplanten Frauenzentrums für FLINTA* integriert werden.
Bereits in den Beratungen des Steuerungsgremiums Alleinerziehende sowie des Arbeitskreises gegen häusliche Gewalt wurde im Juni und Juli die Notwendigkeit einer solchen spezialisierten Beratungsstelle deutlich gemacht. Bestehende Angebote stoßen zunehmend an ihre Grenzen – auch über Bezirksgrenzen hinaus.
Ziel ist es, eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene in Lichtenberg zu schaffen, die schnelle und professionelle Unterstützung bietet. Der Ausschuss VGIB unterstützt dieses Anliegen ausdrücklich und hat das Bezirksamt zur kurzfristigen Unterstützung Betroffener über eine dringliche Beschlussempfehlung an die BVV ersucht, folgende Punkte umzusetzen:
- Bestehende Unterstützungsangebote sichtbarer und bekannter zu machen
- In enger Zusammenarbeit mit Trägern und Initiativen kurzfristige Ergänzungen bestehender Hilfsangebote zu prüfen
Denn Hilfe muss dort ankommen, wo sie gebraucht wird.
