Kinderopernhaus nicht nur feiern, sondern auch finanzieren!

Tatjana Behrend

Über 100 Gäste haben am 25. Juni im Rathaus Lichtenberg das 15-jährige Jubiläum des Kinderopernhauses sowie dessen Gründerin Regina Lux-Hahn gefeiert, die sich in den Ruhestand verabschiedete. Sie wurde neben vielen warmen Worten an diesem Nachmittag auch mit der Ehrenurkunde des Bezirks bedacht. Denn hier brachte sie 2010 im Caritas Kinder- und Jugendzentrum Steinhaus das einzigartige Projekt der Kinderoper auf den Weg. 

In der Broschüre „15 Jahre Kinderopernhaus Berlin“ schreibt die Berliner CDU-Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Katharina Günther-Wünsch, in ihrem Grußwort: „Aufgrund der Haushaltslage musste auch dieses Projekt leider eine  Kürzung erfahren. Dies schmälert aber nicht die Anerkennung und die Dankbarkeit für das große Engagement und die Leidenschaft, die dieses außergewöhnliche Projekt ermöglicht haben.“

Doch, es schmälert durchaus Anerkennung und Dankbarkeit!  Es ist kein Ausdruck von Wertschätzung, wenn ein solches für tausende Kinder so wichtiges Projekt durch finanzielle Kürzungen gefährdet wird.

Wir wissen, dass Kultur bei Einsparungen immer in Gefahr schwebt, weil sie keine Pflicht-, sondern eine freiwillige Aufgabe ist. Aber sollte es nicht auch eine Pflicht sein, Heranwachsende auf diese Weise zu fördern, ihre kulturelle Bildung, ihr Selbstvertrauen, ihre Talente und Kreaivität und nicht zuletzt ihren großen Spaß an der Sache?