Gedenken an der Blutmauer

Heute gedachten wir 105 Jahre nach den brutalen Ereignissen in der Folge der Novemberrevolution an die Märzkämpfe im Jahr 1919. Zahlreiche Hinrichtungen und willkürliche Morde forderten in diesem Zusammenhang in ganz Berlin viele Menschenleben. In Lichtenberg erreichten die Auseinandersetzungen mit der von der SPD-Regierung beauftragten Militäreinheiten ihren gewaltsamen Höhepunkt. Mit dem Rückzug der Spartakisten und der sie in großen Teilen unterstützenden Lichtenberger Bevölkerung endete am 13. März 1919 an der Möllendorffstraße der Widerstand gegen die militärische Übermacht. Die „Blutmauer“ und die Gedenktafeln im Rathauspark erinnern uns an die 12 Matrosen und Zivilisten,  die von einem Standgericht zu Tode verurteilt, und umgehend an der nahegelegenen Friedhofsmauer erschossen worden sind. Das blutige Ende der Märzkämpfe darf nicht vergessen werden. Deswegen gedenken wir heute gemeinsam der zahlreichen Opfer, die den Kampf für Reformen und bessere Arbeitsbedingungen mit ihrem Leben bezahlten. (M.G.)