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Die digitale Welt muss weiblich werden, wenn sie gerecht sein soll

Der Equal Pay Day findet in diesem Jahr am 7. März statt und steht unter dem Motto „EQUAL PAY 4.0 - gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt“. Der Tag markiert den prozentualen Anteil an einem Jahr, um den die Löhne und Gehälter von Frauen geringer ausfallen als die von Männern.

Hierzu erklärt die Sprecherin für Frauen und Gleichstellung der Linksfraktion Ines Schmidt:

"Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer. In den vergangenen Jahren hat sich die Lohnlücke etwas verkleinert. Wir sind also auf dem richtigen Weg, aber noch lange nicht am Ziel. Wir LINKEN werden mit unseren Bemühungen, um Lohngerechtigkeit daher nicht nachlassen.

Wir alle wissen, die Benachteiligung von Frauen ist mit der Digitalisierung in der CORONA Krise nochmal sichtbarer geworden. Die Digitalisierung verändert alle Bereiche unseres Lebens grundlegend - wie wir kommunizieren, konsumieren und vor allem, wie wir arbeiten. Doch der Mensch bestimmt was und wie gestaltet wird. Im Moment gestalten hauptsächlich Männer. 80 Prozent aller Software-Entwickelnden sind männlich und 90 Prozent der Startups im Bereich Digitalisierung werden von Männern gegründet. Attraktive Jobs im zukunftsträchtigen IT- Sektor sind für Frauen weniger zugänglich.

Aber wir wissen alle, die Computergeschichte ist weiblich: Ada Lovelace, Grace Hopper, Margaret Hamilton. Sie haben die Entwicklung der digitalen Welt entscheidend vorangebracht. Wir brauchen eine gezielte Förderung und Ansprache von Frauen, um ihnen den Einstieg in digitale Berufe zu erleichtern - als Programmiererinnen, als Wissenschaftlerinnen, im Datenschutz. Denn die Digitalisierung bringt ohne Zweifel große Veränderungen mit sich, doch wenn sie nicht auch von Frauen gestaltet wird, werden sich die fehlende Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt und Lohnungerechtigkeit fortsetzen."

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